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Energiestadt Zermatt

Zermatt ist seit 2016 Energie­stadt.

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Energiestadt Gold

"Gemeinsam für eine starke Energiezukunft in Zermatt"

Zermatt gestaltet aktiv seine Energiezukunft und nutzt dabei die natürlichen Stärken unserer Region. Wir setzen auf erneuerbare Ressourcen, effiziente Lösungen und einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt.

Die Auszeichnung „Energiestadt“ unterstützt uns dabei, die Energie- und Klimapolitik von Bund und Kanton strukturiert und wirkungsvoll umzusetzen. Sie steht für ein professionelles Energie- und Umweltmanagement mit klaren Zielen, konkreten Massnahmen und regelmässiger Erfolgskontrolle.

Die Zertifizierung bringt unserer Einwohnergemeinde Kontinuität im energiepolitischen Handeln und dient als langfristiges Planungsinstrument, da es ein Managementtool für Gemeinden ist. Durch den gezielten Einsatz von Mitteln werden die Energiekosten mittel- und langfristig gesenkt.

Für die Einwohnergemeinde und ihre Bevölkerung bedeutet das: gezielte Unterstützung, attraktive Fördermöglichkeiten und Projekte, die Energie sparen, Kosten senken und die Lebensqualität erhöhen. Gleichzeitig leisten wir unseren Beitrag zum Ziel der Schweiz, bis 2050 Netto-Null Treibhausgasemissionen zu erreichen.

Gemeinsam mit Bevölkerung und Betrieben schaffen wir konkrete Fortschritte – entdecke, wie auch du Teil davon werden kannst.

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Erfahre mehr über die Zertifizierung Energiestadt:

Enegyenergiestadt.ch

icon-documentEnergie- und Klimastrategie

Berechne deinen individuellen CO2-Fussabdruck und übernimm Verantwortung

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Förderung & Beratung

Kanton Wallis

Das Gebäudeprogramm unterstützt beim Bauen und Sanieren bei Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbaren Energien.

Einwohnergemeinde Zermatt

Grundsätzlich werden die kantonalen Fördermassnahmen im Energiebereich zusätzlich mit finanziellen Mitteln seitens Gemeinde unterstützt.

Energiefranken

Die Website gibt eine Übersicht über die meisten verfügbaren Förderprogramme, einschliesslich jener von Drittinstitutionen.

Pronovo

Akkreditierte Zertifizierungsstelle für die Erfassung von Herkunftsnachweisen und die Abwicklung der Förderprogramme für erneuerbare Energien des Bundes.

Berghilfe

Die Schweizer Berghilfe engagiert sich für kleine und mittelgrosse, inhabergeführte Hotels (bis 50 Zimmer und 3 Sterne) und Gastronomiebetriebe im Berggebiet. Sie bietet finanzielle Unterstützung (durch À-fonds-perdu-Beiträge) für zukunftsweisende Investitionen, wenn Eigen-, Fremd- und Fördermittel nicht ausreichen.

MakeHeatSimple

Das Programm hilft dabei die Energiekosten von Zweitwohnungen um bis zu 60% zu senken, durch eine Heizungsfernsteuerung.

Lightbank

Energieeffiziente Beleuchtung für Beleuchtungsanalgen in Gebäuden, Innen- und Aussenräumen sowie Sportplätzen.

ProKilowatt

Unterstützt Effizienzmassnahmen, die den Stromverbrauch reduzieren.

HotelWatt

Hotels und Wäscherein werden beim Strom sparen unterstützt, in dem der Ersatz von alten Geräten und Anlagen durch effiziente Modelle gefördert wird.

PEIK

Energieberatung für KMU. Hilft Energiesparpotenziale zu erkennen.

Snowstainability

Projekte zur Förderung eines nachhaltigen Schneesports stehen im Fokus. Gefördert werden sowohl finanzielle Mittel als auch fachliche Beratung oder Sachleistungen

Förderungen von touristischen Branchenverbänden

Energie sparen im Alltag

Effizienz, Konsistenz und Suffizienz bilden die drei Grundpfeiler einer nachhaltigen Entwicklung. Während die ersten beiden vielen bekannt sind, bleibt Suffizienz oft abstrakt. 

Effizienz: "Dasselbe tun mit weniger Ressourcen" oder "mehr tun mit gleichen Ressourcen"

Hinter dem Begriff “Effizienz” verbergen sich meist technische Lösungen und Innovationen. Neue Technologien und innovative Prozesse ermöglichen, mit weniger Aufwand mehr Leistung zu erbringen. Klassische Beispiele für Effizienz in der Energie- und Klimapolitik sind energetische Sanierungen von Gebäuden oder der Ersatz von Glühbirnen (60 Watt) durch LCC-Lampen (5.5 Watt). 

Effizienz beginnt zu Hause. Ob Haus oder Wohnung: Jedes Gebäude lässt sich mit gezielten Massnahmen energieeffizienter gestalten. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch dein Portemonnaie. Jeder Schritt zählt – und gemeinsam machen viele kleine Veränderungen einen grossen Unterschied. 

EnegyEnergieeffiziente GebäudeEnegy80 Energiespar-Tipps im Haushalt

Konsistenz: "Dasselbe tun, aber mit klimaneutralen Technologien, die auf erneuerbare Ressourcen zurückgreifen" 

Allgemein bezieht sich der Begriff “Konsistenz” auf die Nutzung von Ressourcen und nicht vorrangig auf deren Verbrauch: Ziel von Konsistenz sind geschlossene Stoffkreisläufe sowie das Vermeiden von Abfall und Emissionen. Beispiel ist der Ersatz einer Ölheizung (fossiler Energieträger) durch eine Pelletheizung (Holz aus nachwachsendem Rohstoff). 

Suffizienz fragt: Was brauchen wir überhaupt? Und wie können unsere Bedürfnisse so erfüllt werden, dass Ressourcen und Umwelt geschont werden? 

Warum ist das wichtig?  Die Schweiz hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 das Netto-Null-Ziel zu erreichen. Dafür reichen Massnahmen zur Steigerung der Effizienz und zur Nutzung erneuerbarer Ressourcen nicht aus. Wir alle müssen auch unseren täglichen Konsum und unser Verhalten hinterfragen. Suffizienz ist dabei ein zentraler Baustein. 

Suffizienz bedeutet nicht Verzicht im klassischen Sinn, sondern bewusste, sinnvolle Entscheidungen, die sich gut anfühlen und gleichzeitig Ressourcen sparen.  

 Folgend alltagsnahe Beispiele, die jede und jeder von uns umsetzen kann: 

  • Nachhaltigere und alternative Baumaterialien wählen, z. B. lokale Baustoffe oder aus nachwachsenden Quellen. 
  • Nicht-strombetriebene Hilfsmittel nutzen, wie Wäscheständer, Käseglocken, Buttertöpfe oder andere manuelle Küchenhelfer. 
  • Kurzstrecken zu Fuss oder mit dem Fahrrad zurücklegen statt mit dem Auto. 
  • Für längere Wege öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrgemeinschaften nutzen. 
  • Car-Sharing-Angebote ausprobieren statt eines eigenen Autos zu besitzen. 
  • Müll von Anfang an vermeiden, z. B. durch Verwendung von Mehrwegbeuteln statt Einwegtaschen. 
  • Sich immer wieder fragen, ob eine Neuanschaffung wirklich notwendig ist  
  • Dinge reparieren statt ersetzen; Flohmärkte, Tauschbörsen oder Second-Hand-Shops nutzen. 
  • Neues ausprobieren und gelegentlich fleischarme, vegetarische oder vegane Gerichte wählen, da tierische Produkte einen hohen Wasser- und Energieverbrauch haben. 

 

Suffizienz – eine Einladung 

Suffizienz ist keine kurzfristige Mode, sondern eine Einladung, unser Leben bewusst zu gestalten – zugunsten unseres Klimas, unserer Natur und unserer Lebensqualität. Es geht nicht darum, alles streng zu regulieren, sondern kleine, wirkungsvolle Veränderungen im Alltag zu entdecken und auszuprobieren. 

Graue Energie

Graue Energie – die versteckte Energie im Alltag

Graue Energie bezeichnet die gesamte Energie, die in einem Produkt steckt, bevor wir es überhaupt nutzen. Dazu gehören Herstellung, Transport, Lagerung, Einbau und später auch Entsorgung.

Besonders wichtig ist das Thema bei Gebäuden und Infrastruktur: Materialien wie Beton, Stahl, Glas oder Naturstein benötigen bereits in der Produktion viel Energie. Aber auch Alltagsprodukte wie Smartphones, Möbel oder Lebensmittel verursachen graue Energie – etwa durch Verarbeitung, Verpackung und Transport.

Bei Smartphones, Laptops und anderen digitalen Geräten fällt der grösste Teil der Energie nicht während der Nutzung an, sondern bereits vorher: bei der Herstellung, beim Transport und bei der Entsorgung. Diese sogenannte graue Energie ist deutlich höher als der Stromverbrauch im Alltag.

Zudem entsteht ein grosser Teil der Umweltbelastung im Ausland, wo die Geräte produziert werden. In der Schweiz fällt deshalb nur ein vergleichsweise kleiner Anteil der gesamten Umweltauswirkungen an – rund ein Viertel.

Umweltbelastung durch Herstellung von digitalen Geräten

Warum ist das wichtig?

Ein grosser Teil unseres Energieverbrauchs entsteht „unsichtbar“ im Hintergrund. Wer graue Energie reduziert, spart Ressourcen und senkt CO₂-Emissionen – oft schon bevor ein Produkt überhaupt genutzt wird.

Was können wir tun?

  • langlebige und hochwertige Produkte wählen
  • reparieren statt ersetzen
  • regionale und ressourcenschonende Materialien bevorzugen
  • bewusst konsumieren
  • Achte beim Kauf neuer Geräte auf die Energieetikette. Modelle mit der besten Effizienzklasse verbrauchen über ihre Lebensdauer deutlich weniger Strom – Einsparungen von 15 bis 20 % sind möglich.
  • Wichtig ist jedoch: Geräte nur dann kaufen, wenn sie wirklich benötigt werden. Denn auch ein effizientes Gerät verursacht durch Herstellung und Transport zusätzliche Umweltbelastung.
  • Eine gute Alternative ist das Teilen statt Besitzen: Verschiedene Plattformen ermöglichen es, Geräte und Gegenstände gemeinsam zu nutzen und Ressourcen zu schonen. (z.B. pumpipumpe.ch )

Graue Energie zeigt: Nachhaltigkeit beginnt nicht erst bei der Nutzung – sondern bereits bei der Herstellung.

Informationen für Bauherrschaften

HomeMinergie-A/-PHomeMinergie-ECOHomeSNBS Hochbau

Informationen & Formulare

Die EWG ist seit mehreren Jahren als Energiestadt zertifiziert und engagiert sich kontinuierlich für einen sparsamen Umgang mit Energie sowie für den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort. In Anlehnung an die energiepolitischen Ziele von Bund und Kanton schafft die Einwohnergemeinde mit dem Förderprogramm gezielte finanzielle Anreize. Diese sollen Eigentümerinnen und Eigentümer dabei unterstützen, durch bauliche Massnahmen die Energieeffizienz ihrer Gebäude zu verbessern. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf der energetischen Sanierung bestehender Bauten

 Solche Förderinstrumente sind entscheidend, um zusätzliche Investitionen anzustossen. In ihrer Gesamtheit leisten diese Massnahmen einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen. Denn das Netto-Null-Ziel – also das Gleichgewicht zwischen verursachten und gebundenen Treibhausgasen – kann nicht von der EWG allein erreicht werden.

 Zahlen aus der Energieraumplanung

Aus der Energieraumplanung geht deutlich hervor, dass der Gebäudebestand in Zermatt durch relativ viele Altbauten gekennzeichnet ist. Fast 50 % des Wärmebedarfs (Heizenergie- und Warmwasserverbrauch) wird in Gebäuden bezogen, die vor 1980 gebaut worden sind (also mehr als 40 Jahre alt sind). Die Analyse zeigt weiterhin auf, dass 40 % des Gebäudebestands Mehrfamilienhäuser (MFH 3+) sind, diese jedoch 59 % des Gesamtwärmebedarfs ausmachen und sogar 70 % des gesamten CO2-Austosses. Auch Hotels betrifft diese Feststellung. Diese Kategorie beträgt 9% des Gebäudebestands, bezieht jedoch 18 % des Gesamtwärmebedarfs und macht 20 % des gesamten CO2-Austosses aus. Diese beiden Kategorien (MFH 3+ und Hotels) machen somit 77 % des Gesamtwärmebedarfs und 90 % des gesamten CO2-Austosses in Zermatt aus.

 Um das Netto-Null-Ziel bis 2050 zu erreichen, müssten jährlich 48 Gebäude in Zermatt saniert werden. Das entspricht einer Sanierungsrate von 2,4 % pro Jahr. Bis im Jahr 2050 müssten somit rund 71 % des Gebäudebestands saniert werden. Die aktuelle Sanierungsrate beträgt durchschnittlich 0,5 – 1,2 % des Gebäudeparks pro Jahr. Diese Diskrepanz verdeutlicht die Dringlichkeit und Bedeutung des kommunalen Förderprogramms in Zermatt, um die Sanierungsrate deutlich zu erhöhen und die energiepolitischen Ziele zu erreichen.

Kontakt

  • Hochbau
    Kirchplatz 3, Postfach 345, 3920 Zermatt
    Montag und Mittwoch
    08.30 - 11.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr
    Dienstag und Freitag
    08.30 - 16.00 Uhr
    Donnerstag
    08.30 - 11.00 Uhr und 14.00 - 17.30 Uhr