Schutzbauten
Hier finden Sie Informationen zu aktuellen und ausgeführten Projekten.

Schutzbauten oder Schutzverbauungen dienen zum Schutz vor Naturgefahren und zur Minderung von Schäden durch Naturereignisse.
Im gesamten Kanton Wallis werden die jährlichen Kontrollen sowie der Unterhalt an den Schutzbauten gegen Lawinen und Steinschlag einheitlich durch den regionalen Forstdienst ausgeführt.

Projekt Lüegelbach
Im Juni 2024 hat der Lüegelbach erneut die Kantonsstrasse im Spiss beim Dorfeingang überschwemmt. Mehrere Kubik Material wurden auf der Strasse abgelagert. Personenschäden gab es glücklicherweise nicht. Im Gegensatz zum Ereignis vom 15. Oktober 2000 kam es nicht zu einem Rückstau der Vispa.
Das Projekt sieht vor, den Lüegelbach unterhalb der Felswand talauswärts neu anzulegen. Das rund 25 m breite Hauptgerinne leitet Murgänge bis 25'000 m3 bis in die Vispa. Wegen der grossen Kräfte der Murgänge müssen Böschungen teilweise mit Blocksätzen in Beton geschützt/verstärkt werden.
Das Projekt lag nach vorgängiger Prüfung durch die kantonalen Dienststellen sowie dem BAFU ab dem 5. März 2026 während 30 Tagen öffentlich auf. Gegen das Vorhaben gingen keine Einsprachen ein. Der Plangenehmigungsentscheid durch den Staatsrat wir im Sommer 2026 erwartet und mit den Bauarbeiten soll im Jahr 2027 begonnen werden.

Geschieberückhalt Triftbach
Auf dem Kegel des Triftbachs bestehen bereits bei häufigen Hochwasserereignissen (HQ30) im Triftbach Schutzdefizite im Siedlungsgebiet von Zermatt. Von einem Hochwasserereignis im Triftbach sind insbesondere die Gebäude direkt am Gewässer im Dorfbereich Zermatt betroffen. Die Auswirkungen beim letzten Hochwasserereignis vom Juli 2019 bestätigten diese Schutzdefizite deutlich. Ziel ist es, die Gefahrensituation dahingehend zu verbessern, dass keine Schutzdefizite auf dem Kegel des Triftbachs mehr bestehen.
Im Bereich Bodmen, 1'695 m.ü.M., wird daher auf Stufe Auflageprojekt ein Geschiebesammler zur Verbesserung des Hochwasserschutzes am Triftbach geplant.
Der Plangenehmigungsentscheid wurde am 6. August 2025 durch den Staatsrat erteilt. Der Baubeginn ist für den Spätsommer 2026 vorgesehen und die Fertigstellung soll im 2027 erfolgen.

Lawinenverbauungen Schweifinen
Seit mehreren Jahrzehnten wird im Gebiet Schweifinen der Schutz gegen Lawinen ausgebaut. Aufgrund der kurzen Bauzeit, des sehr steilen und teilweise felsigen Geländes, der limitierten Transportkapazitäten sowie der für die Realisierung nötigen Spezialisten ergeben sich vorgegebene Etappen. Im Kartenausschnitt sind die verschiedenen Baulose mit den geplanten Realisierungszeitpunkten aufgeführt.
Der südliche Bereich über dem Bahnhof ist bis auf einen schmalen Streifen gesichert. Nun konzentrieren sich die Arbeiten auf das Gebiet, welches zum Schutz vom Spiss dient.

Überwachungs- und Alarmierungsanlagen
Die verschiedenen Hochwasserereignisse in den vergangenen Jahren haben die Gefahrensituation verdeutlicht. Aus nahezu sämtlichen Seitentälern kann das jeweilige Gewässer unmittelbar stark ansteigen. Um die Bevölkerung möglichst frühzeitig warnen oder alarmieren zu können, wurden mehrere Anlagen an geeigneten Standorten montiert (Beispiel Anlage im Gant). Diese Anlagen messen den Durchfluss und leiten entsprechende Warn- oder Alarmmeldungen an die Einsatzkräfte weiter.
Vereinzelt müssen diese Anlagen jeweils im Herbst und Frühling versetzt werden, da deren Standorte im Winter durch Lawinen gefährdet sind. Durch regelmässige Kontrollen, Servicearbeiten und Tests wird deren Einsatzfähigkeit überprüft und sichergestellt.
Weiterführende Informationen
Kontakt
- TiefbauKirchplatz 3, Postfach 345, 3920 ZermattMontag und Mittwoch08.30 - 11.00 Uhr und 14.00 - 16.00 UhrDienstag und Freitag08.30 - 16.00 UhrDonnerstag08.30 - 11.00 Uhr und 14.00 - 17.30 Uhr